Hervorgehobener Beitrag

Für die Hospizarbeit in der Region Fulda

 

logo-lebenswertDer Hospiz Förderverein Fulda e.V. unterstützt die verschiedenen Bereiche der Hospizarbeit in der Region Fulda. Im stationären „Hospiz St. Elisabeth gGmbH “  finden sterbende Menschen und ihre Angehörige eine umfassende Unterstützung und Betreuung. Wer seinen Angehörigen die Möglichkeit geben möchte, zu Hause sterben zu können, der findet beim ambulanten Hospiz-Dienst „Da-Sein“ der Malteser Unterstützung. Hier sind auch der Kinder-Hospizdienst und die Trauerbegleitung angeschlossen.

logo.st.elisabeth   logo-malteser-neu

Benefizkonzert am 28.7.21 – Heeresmusikkorps Veitshöchheim zu Gast im Schloss Fasanerie

Mit einem Streifzug durch die Militärmusik

möchte sich das Heeresmusikkorps Veitshöchheim unter der Leitung von Oberst Roland Kahle, nach langer Konzertpause wieder zurückmelden. Die ca. 50 Militärmusiker und Militärmusikerinnen präsentieren im wunderschönen Innenhof des Schlosses einen Streifzug durch die facettenreiche Militärmusik.

Mit Standartenfanfaren und Spieleuten bis hin zur amerikanischen Marschmusik ist für jeden etwas dabei. Märsche aus verschieden Epochen zeigen, wie vielseitig das Repertoire des Heeresmusikkorps Veitshöchheim sein kann.

Militärmusik aus Franken:

Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim spielt traditionsreiche Märsche ebenso wie Klassik und Pop. Es musiziert bei formalen militärischen Anlässen, Feierstunden oder Benefizkonzerten. Auch in den Einsatzländern und bei internationalen Festivals repräsentiert das Musikkorps Veitshöchheim die Bundesrepublik Deutschland. Ob Großer Zapfenstreich, Kommandoübergabe, Gelöbnis oder Adventskonzert – das Orchester spielt Traditionsmärsche, klassische sinfonische Blasmusik, Filmmusik, Rock, Pop oder auch Swing. Das Veitshöchheimer Musikkorps tritt in unterschiedlich großen Besetzungen auf und präsentiert sich je nach Anlass als großes Orchester oder Kammermusikensemble.

Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim ist seit 1962 im Herzen Mainfrankens zu Hause. Musikalisch unterwegs ist das Musikkorps vor allem in Franken, der Oberpfalz, Nordbaden, Südhessen und Thüringen. Auftritte in Einsatzgebieten oder deutschen Botschaften sowie Konzerte bei internationalen Festivals führten die Franken bereits nach Afghanistan, die USA, Kanada, Russland, Georgien und viele mitteleuropäische Länder. Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland im In- und Ausland und Truppenbetreuung sind die wichtigsten Aufgaben des Musikkorps. Seit der Corona-Krise ist die Amtshilfe und die Unterstützung in den Gesundheitsämtern ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Heeresmusikkorps Veitshöchheim.

DEN TAGEN MEHR LEBEN GEBEN – Der Starkoch vom Hospiz und seine Gäste.

Dörte Schipper,
freie Fernsehjournalistin, Autorin und Preisträgerin des Erich-Klabunde-Preises, liest aus ihrem gleichnamigen Buch.

Ruprecht Schmidt, Starkoch im Hospiz „Leuchtfeuer“ in Hamburg, kocht mit Liebe und Sorgfalt für dessen Bewohner. Er weiß, dass er das Leben seiner Gäste nicht verlängern kann, aber er kann es lebenswerter machen. Denn ein kulinarischer Genuss in den letzten Tagen des Lebens bedeutet auch: „Ich lebe noch“ und kann Erinnerungen und Trost spenden.

Musikalisch wird die Lesung umrahmt von Ute Krönung und Willi Genßler mit Klarinette und Bassklarinette.

Mittwoch, 25. August 2021, 19:00 Uhr
In der Evang. Kreuzkirche, in der Haderwaldstr. 89 A 36041 Fulda

Der Eintritt ist frei, um eine Spende zur Unterstützung der Hospizarbeit in der Region wird gebeten.

Voranmeldungen bitte mit vollständigen Kontaktdaten im Malteser-Hospiz-Zentrum
unter 0661 86977250 oder hospizzentrum.fulda@malteser.org

Kultursommer Main-Kinzig-Fulda –
gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, unterstützt von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
www. Kultursommer-hessen.de

Hospizarbeit braucht Unterstützung

Machen Sie mit! Spende statt Geschenke!

Lassen Sie andere an Ihrem Glück teilhaben: bitten Sie anlässlich einer Feier oder eines Jubiläums Ihre Gratulanten anstelle von Geschenke um eine Spende an den

Hospiz-Förderverein Fulda e.V.

Spendenkonto: DE 09 5305 0180 0000 0436 96

Durch die Angabe einer Zweckbestimmung im Überweisungsträger können Sie Ihre Spende auch einem der Teilbereiche „Ambulanter Hospizdienst, Ambulanter Kinderhospizdienst, Stationäres Hospiz St. Elisabeth oder Trauerarbeit“ zuordnen. Sie alle werden vom Hospiz-Förderverein Fulda e.V. in der Region Fulda finanziell unterstützt.

Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift für den Erhalt einer Spendenquittung an, sowie den Anlass Ihrer Spende.

Spende anstatt Weihnachtsgeschenke

Raiffeisenbank im Fuldaer Land eG spendet an den Hospiz-Förderverein Fulda e.V.

Im durchaus besonderen Jahr 2020 verzichtete die Raiffeisenbank im Fuldaer Land eG auf Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden und entschied sich dazu, mit 2.500 Euro den Hospiz-Förderverein Fulda e. V. zu unterstützen.

Der Hospiz-Förderverein Fulda e.V. unterstützt die verschiedenen Bereiche der Hospizarbeit in der Region Fulda, sowohl in stationären als auch im ambulanten Bereich.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, in denen auf Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen geachtet werden muss, ist es vielen Familien nahezu unmöglich ihre Angehörigen auf ihrem letzten Wege zur Seite zu stehen und zu begleiten. Deswegen ist es umso bemerkenswerter und außergewöhnlich, was von dem Hospiz-Förderverein Fulda e.V. geleistet wird und ein wichtiger Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Daher ist es der Raiffeisenbank im Fuldaer Land eG wichtig, dieses bemerkenswerte Engagement zu unterstützen. Die Raiffeisenbank ist eine Bank im südwestlichen Landkreis von Fulda mit über 100 Mitarbeitern und 9.600 Mitgliedern. Die Förderung der Region, der Mitglieder und das soziale Engagement zeigt sich unter anderem durch ein jährliches Spendenaufkommen von ca. 70.000 EUR. Dieses finanzielle Engagement für die Gesellschaft und die Region möchte die Bank langfristig fortführen.

„Wir sind gerade in dieser Zeit für die großzügige Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit besonders dankbar“, so Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins. Die Begleitung von Menschen am Lebensende ist gerade in Pandemie-Zeit von besonderem Wert.

Den symbolischen Scheck überreichten die Vorstände der Raiffeisenbank im Fuldaer Land eG, Torsten Leinweber und Jürgen Bien an Michael Brand, 1. Vorsitzender und Silvia Hillenbrand, 2. Vorsitzende vom Hospiz-Förderverein Fulda e.V.

Die EDAG Group spendet 4.000 EUR an den Hospiz-Förderverein e.V. Fulda

Soziales Engagement in diesen Zeiten besonders unterstützen

Fulda-Wiesbaden, 24.11.2020
Die EDAG Group hat dem Hospiz-Förderverein Fulda e.V. mit einer Spende in Höhe von 4.000 EUR
unterstützt. Das Unternehmen hat in diesem Jahr erneut auf Weihnachtspräsente an Kunden verzichtet und stattdessen die Arbeit von sozialen Einrichtungen in Fulda und an ihren weiteren großen Standorten in Ingolstadt, Sindelfingen, München und Wolfsburg mit einer Geldspende von in Summe 20.000 EUR gewürdigt. „Die Zeit der Corona Krise hat uns aufgezeigt, wie wichtig soziales Engagement ist. Dies geht über die wertvolle Arbeit der Berufsgruppen, die aufgrund der Corona-Pandemie im Fokus stehen, weit hinaus. Darum hat die EDAG Group gerne die Arbeit des Hospiz-Fördervereins Fulda e.V. mit einer Spende unterstützt. Der Hospizverein leistet gerade in diesen besonders schwierigen Zeiten eine
wichtige und bewundernswerte Arbeit für schwerkranke Menschen in unserer Region“, betonte
Holger Merz, CFO der EDAG Group. Den symbolischen Scheck nahmen für den Hospiz-Förderverein Fulda e.V. Silvia Hillenbrand (2. Vorsitzende) und Michael Brand, (1. Vorsitzender und MdB) aus den Händen von EDAG Geschäftsführer
Holger Merz am 13.11.2020 in Fulda entgegen. „Das ist eine sehr konkrete Hilfe, um der ehrenamtlichen Arbeit mit ihrer menschlich so wichtigen wie professionellen Begleitung am Lebensende unter die Arme zu greifen. Und in dieser fordernden Pandemie-Zeit sind wir dem Unternehmen für die Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit in der Region besonders dankbar“, so der Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins Fulda, Michael Brand.

von links nach rechts: Silvia Hillenbrand (2. Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins e.V., Michael Brand (1. Vorsitzender
des Hospiz-Fördervereins e.V. und Mitglied des Deutschen Bundestages), Holger Merz, (CFO der EDAG Group).

ÜBER EDAG

EDAG ist ein unabhängiger Ingenieurdienstleister für die globale Automobilindustrie. Das Unternehmen bedient
führende nationale und internationale Fahrzeughersteller sowie technologisch anspruchsvolle Automobilzulieferer
mit einem globalen Netzwerk von rund 60 Standorten in bedeutenden Automobilzentren auf der ganzen Welt.

EDAG bietet komplementäre Ingenieurdienstleistungen in den Segmenten Vehicle Engineering (Fahrzeugentwicklung), Electrics/Electronics (Elektrik/Elektronik) und Production Solutions (Produktionslösungen). Diese umfassende Kompetenz erlaubt es EDAG, ihre Kunden von der ursprünglichen Idee zum Design über die Produktentwicklung und den Prototypenbau bis hin zu schlüsselfertigen Produktionssystemen zu unterstützen. Zudem betreibt das Unternehmen als Technologie- und Innovationsführer Kompetenzzentren für wegweisende Zukunftstechnologien der
Automobilbranche: Leichtbau, Elektromobilität, Digitalisierung, integrale Sicherheit, Cyber Security sowie neue
Produktionstechnologien.

Benefiz-Konzert am 17.11. fällt aus

Wegen der Rückerstattung gekaufter Konzertkarten für das abgesagte Konzert „Wieder (er) leben“ mit dem Heersmusikkorps Veitshöchheim am 17.11. in der Stadtpfarrkirche ruft der Hospiz-Förderverein Fulda e.V.  alle Käufer auf, sich beim Hospizzentrum der Malteser unter der Telefonnummer 0661 – 86977250 zu melden.

Leider ist der Verkauf der Karten in der Geschäftsstelle der Fuldaer Zeitung – Peterstor nicht nachvollziehbar, da die Adressen nicht notiert wurden. Der Hospiz-Förderverein wird die Karten nach Rückmeldung der Käufer selbstverständlich erstatten.

Der Tod/Ton macht die Musik – Wie hospizlich-palliative Begleitung klingt

Der Hospiz-Förderverein „LebensWert“ hatte Gespräche mit professionellen Partnern angekündigt. Sie kamen alle aus der aktiven Arbeit der vorhandenen hospizlichen und palliativen Versorgung in der Region. Es wurde ein äußerst berührender Abend!

Das lag besonders daran, dass die „Akkorde“ von Hinterbliebenen gesetzt wurden, die ihre ganz eigenen zu Herzen gehenden Geschichten vom Verlust eines Familienangehörigen erzählten und besonders auf die persönliche Erfahrung bei der Unterstützung durch die vorhandenen Dienste eingingen.

Dr. Thomas Sitte, Vorsitzender der von ihm gegründeten Deutschen PalliativStiftung, führte als Moderator und quasi „Dirigent“ dieses außergewöhnlichen Orchesters einfühlsam durch den Abend.

Er bedankte sich bei den Angehörigen für ihr Vertrauen und ihren Mut, sich der Zuhörerschaft zu stellen. „Die Schilderungen sind harter Tobak und überzeugen doch sehr durch die Authentizität der Erzählungen“, so eine der Zuhörerinnen.

Das Duo Zweiklang überbrückte so manch emotionalen Moment mit ihren eigenen und wunderbar vorgetragenen Liedern und schuf damit gefühlvolle Zwischenakkorde, die so mancher zum Durchatmen brauchte.

Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins und seine Stellvertreterin Silvia Hillenbrand erläuterten das Ziel dieser Veranstaltung. Man wolle das große Netzwerk der hospizlichen und palliativen Betreuung vorstellen. Damit kann den Betroffenen und ihren Angehörigen geholfen werden, um eine entlastende, würdevolle und einfühlsame Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden zu ermöglichen. Dies diene der Information und Aufklärung, deren Zielsetzung der Hospiz-Förderverein habe.

Nach dem Motto: „Wir lassen die Menschen nicht alleine“ berichteten Wilfried Wanjek vom Ambulanten Hospizdienst der Malteser, Dr. Peter Fehrenbach von der medizinischen Versorgung durch das PalliativNetz Osthessen, Dr. Sebastian Schiel von der Palliativstation im Klinikum Fulda und Dagmar Pfeffermann vom stationären Hospiz St. Elisabeth in Fulda.

Die Geschichten der Hinterbliebenen und deren oft sehr intimen Erlebnisse waren sehr individuell, und doch waren sie im Ergebnis vergleichbar. Alle stellten die Hilfen, die sie erfahren hatten, dankbar in den Fokus.

Hilfen, die bei einem Betroffenen, der seinen Tod selbst bestimmen wollte, dazu führte, dass er in der Palliativstation den Suizidgedanken nicht weiter verfolgte, weil der durch eine selbst zu bestimmende Schmerzfreiheit „noch mal leben konnte, vor seinem natürlichen Tod“.

Aus dem ambulanten Hospizdienst, wo ehrenamtlichen Sterbebegleiter in die Haushalte gehen, wurde dargelegt, welches Vertrauen den Hospizlern entgegen gebracht werde und wie gut ihr „DA SEIN“ den Betroffenen tut.

In einem weiteren Fall wurde die Arbeit der Palliativärzte und -schwestern gelobt, die den Angehörigen die medizinische Sicherheit, aber auch das seelische Verständnis entgegen gebracht hatten. Und so konnte konkret der Wunsch eines Vaters, zu Hause zu steben, erfüllt werden, den er seiner Familie vorgetragen hatte: „Wenn ihr mich liebt, dann begleitet ihr mich.“

Von guten Erfahrungen im stationären Hospiz wurde von Angehörigen berichtet, die große Angst und ein schlechtes Gewissen vor ihrer Entscheidung hatten, den Ehemann und Vater ins Hospiz zu bringen. „Aber als wir das Hospiz als WG für Menschen erlebten, die Hilfe brauchen und die wir nicht geben konnten, wussten wir: Das ist es!“ Der Vater erlebte ein Umfeld, wie es besser nicht hätte sein können, „er konnte im Hospiz nach seinen Bedürfnissen leben und er konnte er sein.“ Die Tochter sprach von einer Zeit mit ihrem Vater im Hospiz, die sie bis zum heutigen Tag geprägt habe.

In den ergänzenden Fragen vom Moderator Dr. Sitte gab es von den professionellen Helfern jeweils einen Kernsatz:

Dr. Schiel: „Die Palliativstation im Klinikum ist eigentlich eine Krankenhausstation, aber eigentlich auch nicht, eher mehr“.

W. Wanjek: „Die Rolle der Pflegekräfte ist gravierend, aber die Rolle der Ehrenamtlichen ist ebenso wichtig, denn sie bringen Zeit und Alltag mit.“

Dr. Fehrenbach: „Bei aller Professionalität von uns allen, spielt Empathie und spielen Emotionen eine große Rolle.“

D. Pfeffermann: „Hospize sind gute Orte zum Leben und zum Sterben“.

Abschließend konnte festgestellt werden, dass die geleistete hospizliche und palliative Beegleitung wohl klingt, weil durch eine entsprechende Sterbekultur der Tod und das Sterben aus der Tabuzone geholt wird und deutlich wird, dass diese Sterbekultur durch eine große Verantwortungskultur für Sterbende geprägt ist.

Vortrag mit Frank Kittelberger

Wohin geht die Hospizarbeit? –  Zwischen Professionalisierung und Ehrenamt.

Nachdem Michael Brand, der Vorsitzende des Hospiz-Förderverein „LebensWert“ , die Zuhörer begrüßt und auf das besondere Thema vorbereitet hatte, referierte der Pastoralpsychologe Frank Kittelberger im Vonderau Museum zu einem spannenden Thema, zu dem viele im Hospizdienst arbeitenden Zuhörer im Rahmen der Ausstellung „Noch mal leben“ gekommen waren.

Als Mitglied im Deutschen sowie im Bayerischen Hospiz- und PalliativVerband und ehemaliger Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen an der Evangelischen Akademie in Tutzingen war er ganz sicher der geeignete Vertreter von Prof. Dr. Gronemeyer, der kurzfristig aus schwerwiegenden persönlichen Gründen den Vortrag absagen musste. Kittelberger und Gronemeyer hatten sich beide mit dem gestellten Thema intensiv auseinander gesetzt.

Das vorweg genommene Fazit des Referenten: „Die Hospizidee und die allgemeine Palliativversorgung sind jetzt in der zweiten Generation angekommen und nach einem Lernprozess auf einem guten Weg. Sie werden aus ihren Fehlentwicklungen gelernt haben und manches korrigieren.“ Denn: „Ohne Ehrenamt kann man nicht von Hospiz sprechen!“

In seinem Exkurs in die Entstehungsgeschichte der Hospizarbeit belegt Kittelberger, dass die ehemalige Einheit von Palliativ Versorgung und Hospizarbeit aufgebrochen wurde und sich quasi zwei eigenständige Disziplinen entwickelten. Dabei war der Plan der Pionierin Cicely Saunders, dass den einbezogenen Ehrenamtlichen eine eigene Profession zugestanden werden sollte. Niemals sollten sie nur „Lückenfüller“ sein.

Heute ist die Frage berechtigt, ob die Normen, die im Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung aus dem Jahr 2016 festgelegt wurden, noch mit den Grundsätzen der ehemaligen großen  Hospizbewegung übereinstimmen.

Schließlich war die Grundidee von Hospiz Care ein Zusammenspiel eines ganzen Netzwerkes von Helfenden, die im „Orchester des Lebensende“ Sterbebeistand leisten, und das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt war die Voraussetzung dafür.

Und so müssen im Zuge der Weiterentwicklung der Hospizarbeit immer wieder Spannungsfelder austariert werden, wie z.B. ob im Versorgungsmarkt ambulant vor stationär gelten soll? Oder ob die  Hospizarbeit zertifiziert werden kann? Noch wichtiger: gelingt wahre Interdisdziplinarität, also ein echtes Miteinander unter Anerkennung der unterschiedlichen Professionen? Kittelberger betont, wenn jeder die Rolle des anderen versteht, wenn Ehrenamtliche die gleichwertige Wahrnehmung wie die Hauptamtlichen erfahren, dann entsteht die eigentliche Hospizbewegung als Transdisziplinarität, also eine integrationsorientierte Hospizarbeit zwischen dem wissenschaftlichen und dem gesellschaftlichen Anteil der Bewegung.

Er stellt fest, dass sich die Hospizbewegung heute zu einer lebendigen, hoch professionellen Organisation entwickelt hat und trotz Spaltung in Hospizarbeit und die Palliativmedizin ihren Grundgedanken erhalten hat.

Dazu beigetragen haben die Ehrenamtlichen, als Bestandteil des Palliative Care Teams, um die Professionellen im Gesundheitswesen zu unterstützen und den Patienten und ihren Angehörigen eine wichtige Stütze zu sein. Sie lenken den Blick auf das normale Leben in einer Situation, wo alle anderen sich auf eine medizinische Problematik zu konzentrieren scheinen.

Die potentielle Vielfalt der Ehrenamtlichen, ihre Lebenserfahrung, ihre Zeit und Freiwilligkeit, ihr ausgeprägtes Interesse, das alles muss als weiter Raum im palliativen Team verstanden und geschätzt werden.  Das Ehrenamt muss also nicht deshalb geschützt werden, weil es praktisch, billig und rührend ist, sondern weil es Bestandteil der „Grundidee Hospiz“ ist und diese Idee in die Gesellschaft integriert.

Kittelberger stellt die zukünftigen Fragen:

Da ist die Frage nach der Entlohnung von Ehrenamtlichen, welche in manchen Bundesländern schon praktiziert wird. Der Referent sieht in dieser Monetarisierung des Ehrenamtes eine Zwei-Klassen-Gesellschaft von freiwilligen Hospizbegleitern.

Es wird sich die Machtfrage zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlich tätigen Menschen in der Hospizarbeit stellen. Dadurch ist automatisch die Fachkompetenz ungleich verteilt und kann zu Verwerfungen führen.

An einer Professionalisierung kommt auch die ehrenamtliche Hospizarbeit nicht vorbei. Weiterbildung und Schulungen sowie Supervisionen dienen letztendlich den Menschen, die ihnen in der Hospizarbeit anvertraut sind.

Aber, und das ist der positive Ausblick des Referenten, unsere Gesellschaft wird eine sorgende Gesellschaft bleiben, wenn sie das Lebensende mit großem Engagement zur Herzenssache macht.

Kittelberger sieht in der Hospizbewegung immer noch eine Verheißung und sein Appell lautet:

Nicht aufgeben, nicht verzweifeln, nicht nachlassen!

Es schloss sich eine lebendige Diskussion mit den Zuhörern an.

Abschließend überreicht Martin Hoogen, stellvertretender Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, dem Referenten mit einem herzlichen Dank ein Gastgeschenk. Er wies auf die gut angenommene Ausstellung „Noch mal leben“ im Vonderau-Museum hin und machte auf weitere Veranstaltungen im Rahmen des Beiprogramms aufmerksam.

v.l.n.r: Michael Brand, Frank Kittelberger, Silvia Hillenbrand, Wilfried Wanjek, Martin Hoogen