Archiv der Kategorie: Was war

„Amerikaner für guten Zweck“– Bis Freitag Benefiz-Aktion bei Bäckerei Happ

Unter dem Motto „Genießen und Gutes tun“ hat heute eine gemeinsame Benefizaktion des Hospizfördervereins Fulda „LebenWert“ in Filialen der Bäckerei Happ begonnen. Bis zum kommenden Freitag gibt es „Amerikaner“ mit dem Schmetterlings-Logo des Fuldaer Vereins als Symbol der Verwandlung und Sinnbild der Auferstehung. Der Erlös geht zu 100 Prozent an die Hospizarbeit in der Region, an den ambulanten Hospizdienst der Malteser sowie das stationäre Hospiz St. Elisabeth in Fulda.„Genießen und Gutes tun“ – Heute beim Starschuss der Benefizaktion in der Filiale der Bäckerei Happ in der Fuldaer Buttlarstraße (von rechts): Silvia Hillenbrand, Martin Hoogen und Michael Brand vom Hospizförderverein „LebensWert“ Fulda

„Der Grundgedanke des Hospizarbeit beruht auf einer bejahenden Haltung zu Leben und Tod. Vor Ort wollen wir gemeinsam die verschiedenen Angebote der Hospizarbeit in Fulda fördern und bekannter machen“, berichtet Michael Brand, Vorsitzender des Hospizfördervereins Fulda. „Wer einen Menschen auf seinem letzten Weg begleitet hat, weiß wie gut es tut, Unterstützung und menschliche Begleitung zu bekommen.“

Brand sowie die beiden stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Silvia Hillenbrand, dankten den Verantwortlichen und Beschäftigten der Bäckerei Happ für „ihre Offenheit bei dem wichtigen Thema und die großartige Unterstützung“.

Sparda-Bank in Fulda spendet 3.333 Euro für den Hospiz-Förderverein

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Sparda-Bank in Fulda veranstaltete die Hessische Genossenschaftsbank einen Tag der offenen Tür und stellte gleichzeitig ihre modernisierten und renovierten Geschäftsräume vor.

Zu dieser Feierlichkeit überreichte der Filialleiter Matthias Böse gleich drei Spenden aus den Mitteln des Gewinn-Sparvereins: „Mittlerweile ist es Tradition unseres Hauses, an solchen Tagen andere zu beschenken – und zwar für den guten Zweck. Wir freuen uns, damit einen wertvollen Beitrag zum ehrenamtlichen Engagement in unserer Region leisten zu können“, sagte Matthias Böse. So erhielten der anwesenden Vereinsmitglieder der Vereine „All for one“, „antonius-Netzwerk Mensch“ sowie des „Hospiz-Fördervereins“ je einen Scheck über 3.333 Euro.

Die anwesenden Vorstandsmitglieder des Hospiz-Fördervereins Fulda e.V. Silvia Hillenbrand, Winfried Wanjek und Dr. Thomas Sitte sprachen ihren herzlichen Dank aus und versicherten, dass dieses Geld der hospizlichen Arbeit einschließlich der Trauerarbeit und des Kinderhospizdienstes innerhalb der Region Fulda zu Gute kommt.

2.000 Euro für die Begleitung unheilbar Erkrankter und deren Angehörige

Fulda/Geisa. Traditionell lädt die Firma Herrmann Massivholzhaus GmbH aus Geisa gemeinsam mit den Firmen küche perfekt bug aus Petersberg sowie der A. Schleicher GmbH und Leopold Feuerstein Holztechnik GmbH aus Dipperz ihre Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner am 3. Advent zum alljährlichen Christbaumschlagen nach Dammersbach ein. Unter dem Motto „Spenden statt schenken“ verzichten die Firmen auf Weihnachtspräsente und unterstützen dafür mit 10 Euro/verkauftem Weihnachtsbaum ein soziales Projekt. Die Gesamtspendensumme in Höhe von 2000€ geht in diesem Jahr an den „Lebenswert“ Hospiz-Förderverein Fulda e.V., der mit dieser Spende wunschgemäß den ambulanten Erwachsenen – und Kinderhospizdienst des Malteser Hilfsdienstes in Fulda unterstützen wird. Den Scheck überreichten vor kurzem Alexander Schleicher (A. Schleicher GmbH) und Sabine Bartsch (Herrmann Massivholzhaus GmbH) an den Leiter des Malteser Hospizzentrums in Fulda, Wilfried Wanjek. „Wir sind dankbar und sehr überwältigt von dieser großartigen Unterstützung“, so Wilfried Wanjek. Mit dem Geld wird die Ausbildung ehrenamtlicher Hospizhelfer und Helferinnen sowie Projekte wie Trauergesprächskreise oder das Angehörigencafe unterstützt. Der Erwachsenen- und Kinderhospizdienst begleitet schwerstkranke Menschen zu Hause, in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern. Alle diese Angebote sind kostenfrei für Betroffene und deren Familien und Angehörige.

Foto: Gemeinsames Engagement für unheilbar Kranke (v.l.n.r.): Alexander Schleicher (A. Schleicher GmbH), Kristina Schmidt (Malteser Hilfsdienst), Sabine Bartsch (Herrmann Massivholzhaus GmbH) und Wilfried Wanjek (Leiter Malteser Hospizzentrum Fulda)

 

 

Das Benefizkonzert des Hospiz-Fördervereins „Funeralissimo“ – ein Erfolg!

 

„Trauermusik in verschiedenen Kulturen ist mitunter wehmütig, nie verzweifelt und manchmal überraschend fröhlich“

Mit dieser Aussage der Interpreten TwoWell mit Zdravko Živkovič  des Benefizkonzertes konnte die stellvertretende Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins, Silvia Hillenbrand, viele Gäste zu einem besonderen Konzert in der St. Paulus-Kirche in Fulda begrüßen. Sie bezeichnete Musik als die Ursprache der Menschheit und zog daher den Schluss, dass von allen Künsten die Musik eine herausragende Rolle in der Sterbe- und Trauerbegleitung  spiele, weil damit tiefste Gefühle des Gemütes geweckt würden und zur Trauerbewältigung beitragen könne. Two Well, das sind Matthias und Maria Well, Kinder aus der bekannten bayerischen Musikfamilie,  die ihr musikalisches Talent  sicher schon in die Wiege gelegt bekamen, aber es längst durch ein klassisches Musikstudium und entsprechende Meisterkurse zu erfolgreichen Profimusiker gebracht haben. Sie verstehen es hervorragend, ihren Instrumenten Geige und Cello dem Thema angepasste Stimmungen zu entlocken. Der Akkordeonspieler Zdravko Živkovič  vervollständigt das Trio, welches mit Hingabe die musikalische Hommage an die Trauermusik verschiedener Kulturen vorträgt.

Gleich zu Beginn erlebt das Publikum ein Aha – Erlebnis. Maria Well kündigt in ihrer unverwechselbaren „urbayerischen Heimatsprache“ an, dass sie und ihr Bruder das erste Stück, „Passacaglia“ nach Georg Friedrich Händel´s Suite Nr. 7, vor einigen Jahren in Fulda beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gespielt hätten. Mit diesem Einstieg gewinnt sie die Herzen der Fuldaer.

Der Geiger Matthias Well, der mit seinem kreativen Konzept „Funeralissimo, Trauermusik verschiedener Kulturen“ in 2017 den Fanny Mendelsohn Preis erhalten hatte, führt durch das Programm und erzählt die Geschichte der früheren „Trauergeiger“, die er familiär noch selber erlebt hat. Bestattungs- und Trauerrituale der verschiedenen Länder lässt er wach werden, bevor diese für den Zuhörer musikalisch lebendig werden. Große und kleine Emotionen, wie tiefe Trauer, aber auch Zuversicht und Optimismus, mal melancholisch, mal zärtlich bis fröhlich, mal empfindsam und mal mitfühlend, so kann Trauermusik klingen. Die Musikstücke kommen beispielsweise aus Irland „Londonderry air“, Schottland, Italien „Aria di chiesa“ , aus dem Balkanraum „Turceasca“, aus Georgien „Suliko“ bis hin zu „Oblivion“ von Astor Piazolla aus Argentinien. Nicht fehlen darf der Allerseelen Jodler aus Bayern und das deutsche Volkslied „Dort oben vor der Himmlischen Tür“.

Well berichtet von so manchem Totenritual, wie z. B. das Klatschen der Trauernden in Italien, mit welchem dem Toten die letzte Ehre erwiesen wird oder auch, dass man in Ungarn früher die eigenen Kleider zerrissen habe. Anschaulich präsentiert er die indische Improvisation „Raga“, die er ganz in der Tradition im Schneidersitz sitzend spielt. Dabei gibt es nur zwei ausdrucksstarke Haupttöne, auf denen die Melodiefolgen beginnen und enden und sehr melodisch klingen.

Das Publikum erlebt im Spiel der drei Musiker eine große Harmonie und zeigt seine Begeisterung mit stehenden Ovationen. Michael Brand übernimmt diesen Dank an die Musiker: „ Sie haben mit ihren Klängen Erinnerungen an die Menschen geweckt, die wir verloren haben oder aber nicht loslassen wollen.“ Er hob als bemerkenswert hervor, dass  sich gerade junge Musiker mit diesem ernsten Thema der Trauerkultur befassen. Und er erinnert daran, dass der Erlös des Konzertes der hospizlichen Arbeit in der osthessischen Region zu Gute kommt.

Natürlich darf die Zugabe nicht fehlen. Besonders beeindruckt hier das sogenannte „Bogenstück für Violine und kaputten Bogen“. Dafür hat Matthias Well die Haare aus dem Frosch gelöst, über die Geige gespannt und konnte so alle vier Saiten gleichzeitig bespielen.

Ein Beispiel für lebendige Trauermusik aus Indien, die traditionell im Schneidersitz gespielt wird.

TwoWell mit Zdravko Zivkovic

Dankbare Veranstalter und tolle Musiker. V.l.n.r.: Silvia Hillenbrand Michael Brand, Matthias Well, Zdravco Zivcovic, Maria Well und Martin Hoogen – Alle Fotos: Dr. Thomas Sitte.

 

 

Hospiz-Förderverein Fulda wächst weiter – 47 neue Mitglieder

„Viel Unterstützung für ein sensibles Thema“

„Das Thema Sterben aus der Tabuzone holen, über gute Hilfen in der Region informieren und neue Unterstützer finden – bei alledem sind wir einen großen Schritt vorangekommen und werden diesen Schwung für die segensreiche Hospizbewegung nutzen“, bilanzierte Michael Brand MdB, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins LebensWert Fulda, auf der gestrigen Mitgliederversammlung die Arbeit der vergangenen 12 Monate. „Der Verein folgt in seiner Arbeit der christlichen Auffassung zur Sterbebegleitung: Sterben an der Hand, nicht durch die Hand eines Menschen ist unser Leitbild.“

Brand kritisierte das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig, das den Staat verpflichten will, in Ausnahmefällen tödliche Medikamente herauszugeben. „Der Staat kann nicht verpflichtet werden, sich an der Durchführung eines Suizids zu beteiligen, auch nicht in extremen Ausnahmefällen. Das wäre ein Bruch mit unserer Werteordnung und widerspräche allen Anstrengungen zum Lebensschutz und der Suizidprävention.“

„Unser Dank gilt vor allem den ehrenamtlichen Hospizhelfern, auch den großzügigen Spendern“, so die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Silvia Hillenbrand und Martin Hoogen. „Es gibt eine wirkliche Offenheit für die Hospizbewegung, denn jeder von uns kann einmal in einer schwierigen Lebensphase auf Unterstützung angewiesen sein.“

Durch zahlreiche Veranstaltungen und Unterstützer konnte der Verein den Ambulanten Hospizdienst der Malteser, den Kinderhospizdienst und das Stationäre St. Elisabeth-Hospiz in Fulda ideell und finanziell unterstützen.

So stand der Hospiz-Förderverein 2017 beim Tag der Regionen in Hainzell, dem GNO-Gesundheitstag oder der Seniorenwoche in Fulda Rede und Antwort. „Es gab eine gelungene Premiere unserer neuen Reihe MOMENT MAL im Palais Altenstein“, berichtetet Hoogen. In einer philosophischen Soirèe nahm sich Dr Christoph Quarch dem „erfüllten Augenblick“ an. Diese Veranstaltung war ebenso bis auf den letzten Platz gefüllt wie der Vortrag von Otto Pötter mit dem Titel „Achtsam leben lernen, bevor alles zu viel wird“.

Silvia Hillenbrand machte auf ein „besonderes Konzert“ mit „twoWell und Zdravko Zivkovic“ am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, St.Paulus-Kirche in Fulda/ Ziehers-Nord, um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) aufmerksam. „Eine lebendige Hommage an die Trauermusik verschiedener Kulturen, das wird es so schnell in der Region garantiert nicht geben“, so Hillenbrand.

„In den letzten beiden Jahren konnten 47 neue Mitglieder gewonnen werden, so dass der Hospiz-Förderverein auf 171 Mitglieder gewachsen ist. Das ist ein starker Zuwachs, den wir fortsetzen wollen“, sagte Schriftführer Manfred Schüler, die Freude über diese Entwicklung war den anwesenden Mitglieder anzusehen.
Schatzmeister Volker Hans ging in seinem Bericht auf die „gesunden Finanzen und transparente Mittelverwendung“ ein. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Der Vorstand stellte den Mitgliedern die geplanten Aktivitäten für 2018 vor, sogar schon eine Großveranstaltung für 2020. „Die Mannschaftsleistung ist großartig, die Motivation hoch – wir haben uns noch einiges vorgenommen, um für ein sensibles Thema viel Unterstützung zu aktivieren“, sagte Michael Brand abschließend.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung startete Thomas Pfeffermann, Diözesangeschäftsführer der Malteser, einen Rundgang durch das frischrenovierte Eika-Fabrikgebäude, wo seit wenigen Tagen die Malteser mit ihrem Demenzcafé, dem Hospizdienst und weiteren sozialen Diensten ihren Sitz bezogen haben. Auch der Hospiz-Förderverein LebensWert ist hier zu Hause.

„Spende statt Präsente“ von der Sparkasse Fulda

Zum Jahresende freuen wir und über eine großzügige Spende der Sparkasse Fulda, die, wie in jedem Jahr, Spenden statt Präsente für Geschäftskunden verteilt. In diesem Jahr waren Vertreter verschiedener Hospiz-Einrichtungen die dankbaren Empfänger.

Stellvertretend für den Hospiz-Förderverein konnte Martin Hoogen je eine Spende in Höhe von 1.200,- € für das Hospiz St. Elisabeth und für den ambulanten Hospizdienst der Malteser entgegennehmen

Im Bild: Dr. A. Früchtl (ganz rechts) mit Vertretern verschiedener Hospiz-Einrichtungen und der Sparkasse Fulda bei der Spendenübergabe.

 

„Achtsam leben lernen, bevor alles zu viel wird“

Otto Pötter referierte vor einem vollen Haus im Hospizzentrum im Rahmen der zweiten Spoirée des Hospiz-Fördervereins

Gleich zu Beginn überbrachte der Verhaltenstherapeut und psychologische Lebensberater Otto Pötter seinem Publikum die Botschaft: „Achtsamkeit ist erlernbar“, wenn man der Aufforderung folge: achtgeben, innehalten, zuhören, hinsehen.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Hospiz-Förderverein, Michael Brand, die vielen Gäste, die der Einladung zur 2. Soirée gefolgt waren, begrüßt. Er gab kurze Hinweise zu den Aufgaben des Fördervereins und stellte den Referenten als bundesweit tätigen Dozenten für sinnzentrierte Persönlichkeitsentwicklung vor.

Sehr rasch vermochte es Pötter, seine Zuhörer mitzunehmen in ein neues Denken der Achtsamkeit, das zu einer grundsätzlichen Bejahung des Gegebenen führe. Dazu brauche der Mensch stärkende Schritte um sich selber anzunehmen, sich zu ändern und Selbstwertgefühle zu entwickeln. Eines der Schritte sei innezuhalten, „um das Innere zu halten“. Das bedeute im alltäglichen Stress auch einmal „nein“ zu sagen, ehe es zu viel werde. Also vorher achtsam sein, das eigene Verhalten überprüfen, genau auf sein Inneres horchen. „Unser Herz weiß vieles, aber wir dürfen auch die Seele nicht vergessen.“ Nur dadurch werde man seine eigenen Grenzen erkennen. Man müsse Veränderungen im hier und jetzt treffen nach dem Motto: „Nichts ändert sich, außer ich ändere mich“. Dazu gehörten eine ehrliche Überprüfung der eigenen Person und die Unterscheidung zwischen den wichtigen und unwichtigen Dingen im Leben. Will ich weiterhin Stress haben, Recht haben, stark sein? Will man etwas ändern, müsse man mit dem nächstliegendem beginnen, kleine Schritte wagen und die neu gewonnenen Zwischenräume für die Liebe nutzen. Letztendlich wird man eine wohltuende Gelassenheit erreichen, „die uns etwas sein lassen lässt, was uns nicht vorwärts bringt“.

Mit Blick auf die Hospizarbeit und das endliche Leben aller stellte Pötter fest, dass es für diese bewussten Veränderungen keine bestimmte Lebensphase gebe. Selbst in der letzten Lebensphase können die Achtsamkeit und der eigene Umgang mit ihr von großer Bedeutung für das eigene Leben sein. „Zeit ist für alle gleich. Was zählt, ist die erfüllte Zeit.“

Silvia Hillenbrand, stellvertretende Vorsitzende, bedankte sich bei Otto Pötter und stellte Parallelen zur Hospizarbeit fest, da gerade die vielen anwesenden Ehrenamtlichen besonders achtsam mit ihren Betreuten sein müssen. „Da ist es gut, darüber nachzudenken, wie wir Ehrenamtliche diese Achtsamkeit auch auf uns selber anwenden.“

KfD Eichenzell besucht das Hospiz St. Elisabeth

Anlass war das Frauenfrühstück Ende Oktober in der Pfarrei St. Peter und Paul in Eichenzell, an dem die stellvertretende Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins, Silvia Hillenbrand, einen Vortrag über die hospizliche Arbeit gehalten hatte.

Wie die Vorsitzende Frau Kempf – Weiden mitteilte, hatten die Frauen der Kfd das gesamte Frühstück gesponsert und die Gäste zur einer Spende aufgerufen.

Beate Krenzer, die Gemeindereferentin, hatte die Idee, die Spendenübergabe mit einem Besuch im Hospiz St. Elisabeth zu verbinden. Als Gesprächspartner standen die Leiterin des Hospizes, Dagmar Pfeffermann, und der Leiter des ambulanten Hospizdienstes der Malteser, Wilfried Wanjek, sowie die beiden Vorstandsmitglieder Martin Hoogen und Silvia Hillenbrand zur Verfügung.

Round Table und Old Tablers Fulda unterstützen Hospizförderverein Fulda mit 1.000 Euro

„Sterben an der Hand – nicht durch die Hand eines Menschen.“ – Über die Bedeutung der Hospizarbeit für Menschen in ihrer letzten Lebensphase und ihre Angehörigen informierten sich die Mitglieder der Serviceclubs Round Table und Old Tablers Fulda an einem bewegenden Abend mit Vertretern des Hospiz-Fördervereins Lebenswert Fulda e.V.. Dabei wurde die Bedeutung der sinnstiftenden Arbeit der Ehren- und Hauptamtlichen nicht nur für die Familien, sondern auch für die Gesellschaft deutlich. So entschieden sich die Clubs, diese Arbeit mit 1.000 Euro zu unterstützen. Zur Scheckübergabe trafen sich einige Mitglieder der Clubs zusammen mit Silvia Hillenbrand (3.v.l.) und Martin Hoogen (5.v.l.) aus dem Vorstand des Vereins. Der Betrag stammt aus einer Versteigerung im Juni, als mehrere befreundete Clubs aus Europa zu Gast in Fulda waren und eine Weste mit Pins und Ansteckern von örtlichen Clubs aus der ganzen Welt versteigert wurde. Einen neuen Besitzer fand die Weste schließlich in Belgien. Dadurch zeigen sich die Werte von Round Table:
Förderung der grenzenlosen Freundschaft in der Welt und Unterstützung derer, welche Hilfe in ihrem Alltag benötigen.

Grandioser Start der Soirée „Moment Mal“ des Hospiz-Förderverein Fulda mit dem Philosophen Dr. Christoph Quarch

Martin Hoogen, zweiter Vorsitzende des Hospiz-Förderverein Fulda „LebensWert“ begrüßte die zahlreichen Gäste im Rokokosaal des Palais Altenstein mit dem Zitat von Cicely Saunders, der Begründerin der modernen Hospizbewegung: „Du zählst für mich, weil du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben“. Damit eröffnete Hoogen die Premiere zur Soirée des Fördervereins „Moment Mal“, die in loser Folge Vorträge, Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte anbieten wird. „Wir wollen Sterbekultur als einen Teil der Lebenskultur erkennbar machen und uns mit ersten und letzten Lebensmomenten beschäftigen und den vielen dazwischen.“

Zum Start dieser Reihe verstand es der weithin bekannte Philosoph Dr. Christoph Quarch mit seinem Vortrag „Der erfüllte Augenblick – was die Seele wirklich braucht“, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Dabei ging es um die Frage, was ein gutes Leben ist, wo der Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit liegt und was Erfüllung und Sinnhaftigkeit des Lebens tatsächlich bedeutet.

Der Mensch glaubt, so Quarch, er finde seine Erfüllung darin, glücklich zu sein und es liege an ihm, seines Glückes Schmied zu sein. Das aber sei ein Missverständnis, da selbstgemachtes Glück bestenfalls Zufriedenheit sei, Zufriedenheit aber nicht das ist, was Menschen wirklich erfüllt. Deshalb sei Zufriedenheit noch kein Indiz dafür, dass Menschen glücklich sind. Und wenn der World Happiness Report Deutschland auf Platz 16 innerhalb der Weltglücksländern sieht, entbinde das nicht von der Frage: „Wenn Medien und Glücksforscher so viel Aufhebens um das Glück machen, wie unglücklich müssen wir sein?“

In mehreren Schritten nahm Quarch seine Zuhörer mit ins Hier und Jetzt, denn „nur hier können wir die Erfüllung finden“. Das größte Hindernis auf dem Weg dorthin liege allerdings in unserem Kopf. Denn gemeinhin verstehe sich der Mensch der Gegenwart nach Maßgabe des Homo Oeconomicus, der sich Glück und Erfüllung davon verspricht, seine Bedürfnisse befriedigen zu können. „Welch ein Trugschluss“, so Quarch, „ist es zu glauben, Glück sei die Befriedigung unserer Bedürfnisse, oder wir seien durch unsere technischen Fähigkeiten in der Lage, das Glück herzustellen“. Der Mensch brauche daher ein besseres Menschenbild, „von dem wir hoffen können, dass wir nicht nur zufrieden sind, sondern ein erfülltes Leben führen, welches mit Sinn gefüllt ist.“

Tatsächlich nämlich gehe es dem Menschen nicht um Glück, sondern um die Erfahrung von Sinn. Und Sinn erschließe sich ihm immer in der Begegnung mir anderen. Sein Ratschlag: kreativ und schöpferisch tätig sein, miteinander kommunizieren, gegenwärtig und offen sein, wahrnehmen. „Der Augenblick höchster Präsenz im Hier und Jetzt ist die wichtigste Voraussetzung eines erfüllten Seins.“

Wer mit sich selber und der Welt übereinzustimme, wer seine Kraft aus Begegnungen mit anderen schöpfe, wer achtsam sei und hinhöre, der habe die größten Chancen frei von Berechnungen Kraft zu schöpfen und den Augenblick als erfüllt und sinnhaft zu erleben. „Viele dieser Augenblicke ergänzen sich zu einem erfüllten Leben“.

Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, bedankte sich im Namen der Zuhörer für diesen beeindruckenden Vortrag: „Sie waren unser Erfüllungsgehilfe für einen erfüllten Abend“. Brand stellte anschließend die Bedeutung und Aufgaben des Hospiz Fördervereins vor.

Und wie erfüllt war der Abend für die Zuhörer? O-Ton eines Gastes:

„Ich habe einen Perspektivwechsel im Denken erlebt.“

Frau Fritz von der Rathausbuchhandlung rundete mit ihrem Büchertisch den Abend ab, sodass Prof. Quarch Bücher signieren und auf persönliche Anmerkungen eingehen konnte.

Freuten sich über einen mehr als gelungenen Abend v.l.n.r: Michael Brand (MdB) Dr. Christoph Quarch, Silvia Hillenbrand, Martin Hoogen