Archiv der Kategorie: Was war

Round Table und Old Tablers Fulda unterstützen Hospizförderverein Fulda mit 1.000 Euro

„Sterben an der Hand – nicht durch die Hand eines Menschen.“ – Über die Bedeutung der Hospizarbeit für Menschen in ihrer letzten Lebensphase und ihre Angehörigen informierten sich die Mitglieder der Serviceclubs Round Table und Old Tablers Fulda an einem bewegenden Abend mit Vertretern des Hospiz-Fördervereins Lebenswert Fulda e.V.. Dabei wurde die Bedeutung der sinnstiftenden Arbeit der Ehren- und Hauptamtlichen nicht nur für die Familien, sondern auch für die Gesellschaft deutlich. So entschieden sich die Clubs, diese Arbeit mit 1.000 Euro zu unterstützen. Zur Scheckübergabe trafen sich einige Mitglieder der Clubs zusammen mit Silvia Hillenbrand (3.v.l.) und Martin Hoogen (5.v.l.) aus dem Vorstand des Vereins. Der Betrag stammt aus einer Versteigerung im Juni, als mehrere befreundete Clubs aus Europa zu Gast in Fulda waren und eine Weste mit Pins und Ansteckern von örtlichen Clubs aus der ganzen Welt versteigert wurde. Einen neuen Besitzer fand die Weste schließlich in Belgien. Dadurch zeigen sich die Werte von Round Table:
Förderung der grenzenlosen Freundschaft in der Welt und Unterstützung derer, welche Hilfe in ihrem Alltag benötigen.

Grandioser Start der Soirée „Moment Mal“ des Hospiz-Förderverein Fulda mit dem Philosophen Dr. Christoph Quarch

Martin Hoogen, zweiter Vorsitzende des Hospiz-Förderverein Fulda „LebensWert“ begrüßte die zahlreichen Gäste im Rokokosaal des Palais Altenstein mit dem Zitat von Cicely Saunders, der Begründerin der modernen Hospizbewegung: „Du zählst für mich, weil du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben“. Damit eröffnete Hoogen die Premiere zur Soirée des Fördervereins „Moment Mal“, die in loser Folge Vorträge, Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte anbieten wird. „Wir wollen Sterbekultur als einen Teil der Lebenskultur erkennbar machen und uns mit ersten und letzten Lebensmomenten beschäftigen und den vielen dazwischen.“

Zum Start dieser Reihe verstand es der weithin bekannte Philosoph Dr. Christoph Quarch mit seinem Vortrag „Der erfüllte Augenblick – was die Seele wirklich braucht“, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Dabei ging es um die Frage, was ein gutes Leben ist, wo der Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit liegt und was Erfüllung und Sinnhaftigkeit des Lebens tatsächlich bedeutet.

Der Mensch glaubt, so Quarch, er finde seine Erfüllung darin, glücklich zu sein und es liege an ihm, seines Glückes Schmied zu sein. Das aber sei ein Missverständnis, da selbstgemachtes Glück bestenfalls Zufriedenheit sei, Zufriedenheit aber nicht das ist, was Menschen wirklich erfüllt. Deshalb sei Zufriedenheit noch kein Indiz dafür, dass Menschen glücklich sind. Und wenn der World Happiness Report Deutschland auf Platz 16 innerhalb der Weltglücksländern sieht, entbinde das nicht von der Frage: „Wenn Medien und Glücksforscher so viel Aufhebens um das Glück machen, wie unglücklich müssen wir sein?“

In mehreren Schritten nahm Quarch seine Zuhörer mit ins Hier und Jetzt, denn „nur hier können wir die Erfüllung finden“. Das größte Hindernis auf dem Weg dorthin liege allerdings in unserem Kopf. Denn gemeinhin verstehe sich der Mensch der Gegenwart nach Maßgabe des Homo Oeconomicus, der sich Glück und Erfüllung davon verspricht, seine Bedürfnisse befriedigen zu können. „Welch ein Trugschluss“, so Quarch, „ist es zu glauben, Glück sei die Befriedigung unserer Bedürfnisse, oder wir seien durch unsere technischen Fähigkeiten in der Lage, das Glück herzustellen“. Der Mensch brauche daher ein besseres Menschenbild, „von dem wir hoffen können, dass wir nicht nur zufrieden sind, sondern ein erfülltes Leben führen, welches mit Sinn gefüllt ist.“

Tatsächlich nämlich gehe es dem Menschen nicht um Glück, sondern um die Erfahrung von Sinn. Und Sinn erschließe sich ihm immer in der Begegnung mir anderen. Sein Ratschlag: kreativ und schöpferisch tätig sein, miteinander kommunizieren, gegenwärtig und offen sein, wahrnehmen. „Der Augenblick höchster Präsenz im Hier und Jetzt ist die wichtigste Voraussetzung eines erfüllten Seins.“

Wer mit sich selber und der Welt übereinzustimme, wer seine Kraft aus Begegnungen mit anderen schöpfe, wer achtsam sei und hinhöre, der habe die größten Chancen frei von Berechnungen Kraft zu schöpfen und den Augenblick als erfüllt und sinnhaft zu erleben. „Viele dieser Augenblicke ergänzen sich zu einem erfüllten Leben“.

Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, bedankte sich im Namen der Zuhörer für diesen beeindruckenden Vortrag: „Sie waren unser Erfüllungsgehilfe für einen erfüllten Abend“. Brand stellte anschließend die Bedeutung und Aufgaben des Hospiz Fördervereins vor.

Und wie erfüllt war der Abend für die Zuhörer? O-Ton eines Gastes:

„Ich habe einen Perspektivwechsel im Denken erlebt.“

Frau Fritz von der Rathausbuchhandlung rundete mit ihrem Büchertisch den Abend ab, sodass Prof. Quarch Bücher signieren und auf persönliche Anmerkungen eingehen konnte.

Freuten sich über einen mehr als gelungenen Abend v.l.n.r: Michael Brand (MdB) Dr. Christoph Quarch, Silvia Hillenbrand, Martin Hoogen

„LebensWert“ mit eigenem Info-Stand am „Tag der Regionen“ in Hainzell

Immer am Erntedankfest veranstaltet das Regionalforum Fulda Südwest e.V. den „Tag der Regionen“. Die Ausrichtung obliegt  jährlichn einer der sieben Gemeinden im Westen des Landkreises Fulda. In diesem Jahr richtete die Gemeinde Hosenfeld im Ortsteil Hainzell diese beliebte und erfolgreiche Regionalmesse aus.

Der Hospiz-Förderverein Fulda e.V. beteiligte sich erstmalig mit einem eigenen Stand und stellte seine Arbeit und Zielsetzung im Westteil des Landkreises vor. Die anwesenden Vereinsmitglieder, unter anderem der Vorsitzende Michael Brand und seine Stellvertreterin Silvia Hillenbrand machten mit weiteren  ehrenamtlichen  Hospizhelfer/innen auf die so wichtige Hospizarbeit aufmerksam, stießen in Einzelgesprächen zum Nachdenken an und verteilten Informationsmaterial.

Erstaunt war so mancher Standbesucher, dass man schon mit einem jährlichen Beitrag von 20 € selbst Mitglied im Förderverein werden kann. „Jeder Euro hilft, die ehrenamtliche Sterbebegleitung zu Hause oder im stationären Hospiz St. Elisabeth, die Trauerarbeit und den Kinderhospizdienst der Malteser zu unterstützen“, so Michael Brand.

Jedes Mitglied erhält darüber hinaus Einladungen zu den vielfältigen Veranstaltungen des Hospiz-Fördervereins, seien es Vorträge, Konzerte oder Ausstellungen.

Thalauer Kuchenfrauen und Walldürner spendeten an „LebensWert“     

Eine stattliche Spende konnten Rita Hillenbrand (2.v.l.), Margot Menz (3.v.l.), Ursula Sitzmann (2.v.r.), alle Kuchenfrauen Thalau und Gerhard Dehler (3.v.r), Leiter Walldürnwallfahrt, an Silvia Hillenbrand (links) und Michael Brand (MdB) (rechts) vom Vorstand von „LebensWert“ Hospiz – Förderverein Fulda e.V. überreichen.

Beim Einkehrtag der Walldürnwallfahrer kamen 1470 Euro an Spenden zusammen. Davon wurde jetzt eine Spende in Höhe von 820 Euro von Rita Hillenbrand, Margot Menz, Ursula Sitzmann, alle Kuchenfrauen Thalau und Gerhard Dehler, Leiter Walldürnwallfahrt, an Silvia Hillenbrand und Michael Brand (MdB) vom Vorstand von „LebensWert“ Hospiz – Förderverein Fulda e.V. überreicht. Zwölf Thalauer Frauen hatten 25 Kuchen gebacken, die beim Einkehrtag der Walldürnwallfahrt in der Mehrzweckhalle zu Gunsten von LebensWert angeboten wurden. Außerdem konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spenden. Der Referent, Bruder Othmar OFM, hatte zudem 650 Euro für seine Arbeit in antonius – Netzwerk Mensch erhalten, so dass die Gesamtspendensumme 1470 Euro betragen hat. Seit dem Jahre 1989 findet jährlich der Einkehrtag mit Pilgerkreuzweg, Begegnung und Gottesdienst in Thalau statt.

Der Grundgedanke von „LebensWert“ sei eine Bejahung zu Leben und Tod. In der Hospizarbeit würden schwerstkranke und sterbende Menschen sowohl ambulant als auch stationär von Ehrenamtlichen mitbetreut, unterstützten die Hauptamtlichen und leisteten Überzeugungsarbeit, das Leben bis zum Ende wertvoll sei, so Michael Brand (MdB), Vorsitzender des Hospizes – Fördervereins Fulda. Dazu kämen noch Angebote für Angehörige und die Trauerarbeit des Malteser Hospiz – Zentrum, ergänzte Silvia Hillenbrand vom Vorstand. Der Verein folgt in seiner Arbeit der christlichen Auffassung zur Sterbebegleitung: „Sterben an der Hand, nicht durch die Hand eines Menschen“.

Spendenkonto: Hospiz – Förderverein Fulda e.V. IBAN DE09 5305 0180 0000 0436 96.
Eine Mitgliedschaft ist möglich.

(Text und Foto: Winfried Möller)

 

Lions Fulda Bonifatius spendet an Fuldaer Vereine

Fulda. Der „Lebenswert“ Hospiz-Förderverein Fulda e.V. ist einer von insgesamt vier Fuldaer Vereinen, die sich über eine Spende in Höhe von 1250.-€ vom Lions Club Fulda Bonifatius freuen dürfen. Präsidentin Anita Burck mit ihrem Activity Beauftragten Peter Henkelmann und Clubmaster Rudolf Eymelt trafen sich mit den Begünstigten in den Räumen der  Genossenschaftsbank Fulda und übergaben die Spende  an Silvia Hillenbrand und Winfried Wanjek vom  „Hospizförderverein Fulda“, sowie  an Herrn Holger Nikeles und Linda Geisler-Seeliger von  „ sport grenzenlos“, sowie an Tanja und Harald Rupp vom „Tierschutz Fulda „und an Simone und Uwe Theele von der  „Interessengemeinschaft Barrierefreies Fulda“. Die Vereinsvertreter freuten sich über die Zuwendung und bedankten sich, dass sie bei der Spendenvergabe bedacht wurden.

10 Jahre – Hospiz St. Elisabeth zu Fulda

Das stationäre Hospiz St. Elisabeth feierte das Jubiläum mit vielen Gästen und im tiefen Gedenken an die 1018 Gäste, die in diesen 10 Jahren im Hospiz verstorben waren.

Auch der „LebensWert“ Hospiz-Förderverein war mit mehreren Vertretern gekommen. Die Gäste und Besucher der Veranstaltung konnten sich darüber hinaus über den Förderverein anhand von Materialen informieren.

Der Vorsitzende Michael Brand, die Stellvertreterin Silvia Hillenbrand und die Vorstandsmitglieder Dr. Peter Fehrenbach wie auch Dr. Thomas Sitte sprachen vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Tätigkeiten Grußworte und gratulierten zu der hervorragenden hospizlichen, palliativen und seelsorgerischen Arbeit, die im Hospiz geleistet wird. In der Klosterkirche am Frauenberg fand der Festgottesdienst statt.

Hier Dagmar Pfeffermann, Leiterin des Hospiz St. Elisabeth mit dem stellvertretenden Leiter Ralph Atzert.

 

Berührend war das vom Pflegepersonal des Hospizes gestaltete Zelt. Alle 1018 im Hospiz verstorbenen Gäste hatten einen eigenen ausgeschnittenen Engel bekommen, auf dem der Name, das Geburts- wie auch das Sterbedatum genannt waren.

Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins

Silvia Hillenbrand, stellvertretende Vorsitzende

Dr. Peter Fehrenbach, Vorstandsmitglied

Dr. Thomas Sitte, Vorstandsmitglied

Martin Hoogen, stellvertretender Vorsitzender im Gespräch mit Ansgar Erb, Geschäftsführer des Hospiz St. Elisabeth

Wilfried Wanjek, Vorstandsmitglied und Leiter des Hospizzentrums

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Großzügige Spende und Neumitglied im Hospiz-Förderverein:

Neuhofs frühere Bürgermeisterin Maria Schultheis spendet Abschiedsgeschenke für guten Zweck

„Aller guten Dinge sind 3“ Neuhofs frühere Bürgermeisterin Maria Schultheis (2.v.r.) spendet die Abschiedsgeschenke anlässlich ihrer Verabschiedung an 3 Einrichtungen, die Menschen in besonderen Lebenssituationen helfen. Bei der Scheckübergabe mit Wilfried Wanjek, Leiter Malteser Hospiz-Zentrum Fulda (links), Ute Sander, Koordinatorin beim Kinderhospizdienst (2.v.l.) und Michael Brand, Vorsitzender Hospiz-Förderverein „Lebenswert“ Fulda

Nach 18 Jahren Bürgermeister-Zeit hat sich Maria Schultheis aus dem Amt verabschiedet. Ihrer Bitte bei der offiziellen Verabschiedung im Neuhofer Gemeindezentrum nach einem Geldgeschenk für einen guten Zweck, sind die Gäste großzügig nachgekommen. „Es war mir ein Anliegen, diese an Einrichtungen weiterzugeben, die sich ehrenamtlich für Menschen einsetzen, die in besonderen Lebenssituationen dringend Hilfe benötigen“, sagte Maria Schultheis bei der Spendenübergabe im Fuldaer Hospiz-Zentrum. Schultheis stockte den Betrag auf ingesamt 1.000 Euro auf und entschied sich spontan, dem Hospiz-Förderverein „Lebenswert“ Fulda als Neumitglied beizutreten. „Das freut mich ganz besonders“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Michael Brand. „Unsere Arbeit lebt davon, dass sich immer wieder neue Unterstützer finden.“ Er dankte für die „großzügige Spende, die konkret Menschen hilft“.

„Um gleich mehrere zu unterstützen“ hat sich die frühere Bürgermeisterin Neuhofs entschieden die Summe aufzuteilen. 400 Euro gehen an den Hospiz-Förderverein Fulda e.V., 300 Euro an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Hessen e.V. und 300 Euro an die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. „Ich danke allen Gästen, die an meiner Verabschiedungsfeier teilgenommen und durch ihre Präsente zu dieser Spendensumme beigetragen haben. Ich bin dankbar, dass ich 18 Jahre meiner Heimatgemeinde dienen durfte“, so Maria Schultheis.

„Lebenswert bis zum Schluss“ Bürgersprechstunde mit Kaffee und Kuchen

Anlässlich der Fuldaer Seniorenwoche 2017 hatte der Hospiz-Förderverein zu einer Bürgersprechstunde in das antonius Ladencafé eingeladen.

Es ging dabei um die Frage „Wie kann Hospizarbeit den letzten Teil des Lebensweges menschenwürdig und lebenswert gestalten?“.

Als Gesprächspartner standen der Vorsitzende Michael Brand, die stellvertretende Vorsitzende Silvia Hillenbrand sowie der Palliativmediziner Dr. Peter Fehrenbach zur Verfügung.

Dr. Peter Fehrenbach (li.) und Michael Brand vom „Lebenswert“ Hospiz-Förderverein Fulda e.V.

Nach einer kurzen Einführung von Michael Brand und einer Begrüßung von Frau Malik, Mitarbeiterin im Seniorenbüro der Stadt Fulda, gab es intensive und anregende Gespräche und Fragen der Besucher. Dabei kristallisierte sich heraus, dass es einen hohen Informationsbedarf bei dem Thema professioneller palliativer Betreuung gab. Dr. Fehrenbach konnte  aus seiner jahrelangen Praxis auf die heutigen Möglichkeiten im ambulanten Bereich wie auch im stationären Hospiz zur Behandlung der sterbenden Menschen hinweisen.

Neben vielen anderen Fragen wurde auch darüber diskutiert, wie man in „unterversorgten Gebieten“ die ehrenamtlich tätigen Sterbebegleiter durch den Aufbau von hauptamtlichen Strukturen für die Ausbildung, Vermittlung und Koordinierung der Ehrenamtlichen unterstützen kann. Hier ist das Hospizzentrum der Malteser in Fulda ein Vorbild.

Der Hospiz Förderverein ist dankbar für diese Diskussion, zeigt sie doch einmal mehr, dass die Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit, die die Mitglieder des Vorstandes sich zur Aufgabe gemacht haben, ein „muss“ ist, wenn man das Thema „würdevolles Lebensende“ in die Gesellschaft bringen will.

„Über den Tod sprechen“ – Viel Aufmerksamkeit für Sessel-Aktion am Uniplatz  

 

 

HOSPIZ-LebensWert_Aktion ROTE SESSEL_Uni-PlatzEs war eine ungewöhnliche Aktion mit viel Aufmerksamkeit: Rund 50 rote Sessel hatten die Ehrenamtlichen des Hospiz-Fördervereins „LebensWert“ auf dem Fuldaer Uniplatz verteilt. Sie waren von einem heimischen Hotel ausgemustert worden, der Hospizverein verschenkte sie an Passanten, bat um Spenden und wollte vor allem eines: ins Gespräch kommen über Sterben und eine würdige Sterbebegleitung.

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„Informieren, Aufklären und neue Unterstützer finden, das ist unser Ziel“, so der Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins, MdB Michael Brand. „In der Region wollen wir die verschiedenen Angebote der Hospizarbeit in Fulda fördern und bekannter machen.“ Hospizarbeit ist die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und die Unterstützung ihrer Angehörigen.

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„Das Thema Sterben wird oftmals an den Rand gedrängt“, so der der stellv. Vorsitzende Martin Hoogen. „Wir wollen den Tod aus dieser Tabuzone herausholen.“ Der Verein folge in seiner Arbeit der christlichen Auffassung zur Sterbebegleitung: „Sterben an der Hand, nicht durch die Hand eines Menschen.“ Der Grundgedanke der Hospizarbeit beruhe auf einer bejahenden Haltung zu Leben und Tod.

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Silvia Hillenbrand, wie Hoogen stellvertretende Vereinsvorsitzende und beide selbst ehrenamtliche Hospizbegleiter, informierte über die Arbeit, die der Verein konkret in der Region unterstützt: von der ambulanten Hospizarbeit und dem Kinderhospizdienst der Malteser über das stationäre Hospiz St. Elisabeth in Fulda bis hin zur wichtigen Trauerarbeit und -begleitung für die Angehörigen.

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Die Aktion auf dem Uniplatz war ein voller Erfolg – zahlreiche Passanten blieben stehen, nutzen bei Sonnenschein das Angebot, auch um zahlreiche Fragen zu stellen z.B. zu Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht. Zahlreiche Mitglieder des Vereins standen über vier Stunden Rede und Antwort: „Viele gute Gespräch, 2 neue Mitglieder und Spenden in Höhe von 739 Euro“, bilanzierte das Trio Brand, Hillenbrand, Hoogen und betonte fröhlich: „Wichtiger als Geld ist es, ins Gespräch zu kommen, neue Unterstützer zu gewinnen und konkret zu helfen!“

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Viel Aufmerksamkeit für einen ungewöhnliche Sessel-Aktion: Die Ehrenamtlichen des Fuldaer Hospiz-Fördervereins „LebensWert“ standen über vier Stunden auf dem Fuldaer Uniplatz Rede und Antwort

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Alte Fotos: Walter Rammler. Vielen Dank dafür!

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Großer Schub: 33 Neumitglieder – Mitgliederversammlung und besonderer Vortrag über Trauerbegleitung von Kindern

 

LebensWert_Mitgliederversammlung und Vortrag Chiari1.docxSensibler Vortrag „Kindertrauer ist maskiert“ von Dr. Ingrid Chiari (Mitte) beim Hospiz-Förderverein Fulda mit dem Vorsitzenden Michael Brand MdB (rechts), den Stellvertretern Silvia Hillenbrand (links) und Martin Hoogen (2.Reihe rechts) sowie Schriftführer Manfred Schüler (2.Reihe links) im Fuldaer Hospiz-Zentrum der Malteser

„Es war ein bewegtes Jahr, viel hat sich getan, manches wurde neu angepackt“, so bilanzierte der Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins „LebensWert“, Michael Brand MdB, auf der diesjährigen Mitgliederversammlung die Arbeit der letzten 12 Monate. Vor einem Jahr wurde ein neuer Vorstand gewählt und seither ist der Förderverein um 33 Mitgliedern auf jetzt 150 angewachsen. „Es gibt einen richtigen Schub, die Motivation ist groß“, so Brand im Fuldaer Hospiz-Zentrum der Malteser.

Mit zahlreichen Veranstaltungen konnte der Verein, der u.a. den Ambulanten Malteser-Hospizdienst und das Stationäre St. Elisabeth-Hospiz unterstützt, auf die „segensreichen Angebote in der Region aufmerksam machen, neue Unterstützer und Spender für die so wichtige Arbeit gewinnen“, so Brand, der den vielen Ehrenamtlichen und Unterstützern dankte: „Jeder von uns ist in den schwierigsten Lebensphasen auf eine helfende Hand angewiesen. Helfen beim Sterben, nicht zum Sterben – das ist unsere christliche Richtschnur.“

Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Silvia Hillenbrand und Martin Hoogen, berichteten über eine Lesung zu Paul Klees Engelbildern, Infostände u.a. bei den Osthessischen Gesundheitstagen bis hin zu einer „überwältigenden Resonanz“ beim Barocken Adventskonzert mit der „Deutschen Philharmonie Merck“ in der Christuskirche Fulda.

„Die Unterstützung und der Kontakt zu den ehrenamtlichen Hospizhelfern ist uns ein besonderes Anliegen“, so Hillenbrand und Hoogen. Außerdem präsentierten die beiden, die selbst ehrenamtlich im Hospiz arbeiten, den neuen Internet-Auftritt, den neuen Namen „LebensWert“, den druckfrischen Flyer und das neue Logo: „Der Schmetterling ist ein Symbol für Wandlung und Übergang“, so Silvia Hillenbrand und Martin Hoogen. Für den „unglaublich großartigen Einsatz“, dankte der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Constantin von Brandenstein-Zeppelin, dem Vorstand.
Schatzmeister Volker Hans informierte in seinem Kassenbericht über „Transparenz und gesunde Finanzen“ im Hospiz-Förderverein. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Schriftführer Manfred Schüler warb für „weitere Anstrengungen, um neue Mitglieder und Unterstützer zu gewinnen“.

In einem sensiblen Vortrag im Anschluss an die Mitgliederversammlung berichtetet Dr. Ingrid Chiari, Gründungsmitglied des ambulanten Hospizdienstes der Malteser „DA SEIN“, über ihre Erfahrungen und Herausforderungen bei der Trauerbegleitung von Kindern. Mit dem Vortrag „Kindertrauer ist maskiert“ fesselte Chiari mit konkreten Beispielen als auch Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen die zahlreichen Gäste. Wenn Trauer als „schmerzhafter, natürlicher Heilungsprozess“ gelebt werden dürfe, dann sei irgendwann der Zeitpunkt gekommen, „an dem der Trauende allmählich seine Energie wieder in Lebensprojekt investiert“.

Kindertrauer verlaufe im Allgemeinen anders als die Trauer von Erwachsenen. „Trauernde Kinder und Jugendliche werden oft in ihrer Trauer nicht ernst genommen, diese nicht gesehen und nicht erkannt. Sie macht auf sich aufmerksam in auffälligen Verhaltensweisen und demaskiert sich in kreativen Arbeiten“, so Chiari „Unser Part ist es, genau hinzusehen und adäquat zu reagieren.“

Das möchte der Hospiz-Förderverein „LebensWert“ aktiv unterstützen mit dem Projekt „Kindertrauer ist maskiert“, das bei der speziellen Ausbildung in der Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche unter die Arme greifen will. Jeder kann helfen, indem er bei einem Wettbewerb der Rhön Energie Fulda unter www.re-fd.de/mein-verein eine Stimme für das Projekt abgibt. Einfach in der Suchfunktion „Kindertrauer ist maskiert“ eingeben und abstimmen.
Die Kosten einer Schulung mit 72 Unterrichtsstunden, die im Zeitraum Juni bis Dezember 2017 stattfinden soll, belaufen sich für 15 Ehrenamtliche auf rund 15.000 EURO. Durch eine gute Platzierung bei der obigen Abstimmung und finanzielle Unterstützung durch das Unternehmen könnten wir das Projekt realisieren.

Vorsitzender Brand dankte Dr. Ingrid Chiari für ihre „so wichtige und hilfreiche Pionierarbeit“. Für ihre jahrelange ehrenamtliche Arbeit erhielt Ingrid Chiari im Jahre 2009 den Hessischen Ehrenamtspreis. Außerdem entstand durch ihre Initialzündung der Aufbau von Kindertrauergruppen, in denen sie trauernde Kinder in den Familien begleitete.