Hospiz-Förderverein Fulda wächst weiter – 47 neue Mitglieder

„Viel Unterstützung für ein sensibles Thema“

„Das Thema Sterben aus der Tabuzone holen, über gute Hilfen in der Region informieren und neue Unterstützer finden – bei alledem sind wir einen großen Schritt vorangekommen und werden diesen Schwung für die segensreiche Hospizbewegung nutzen“, bilanzierte Michael Brand MdB, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins LebensWert Fulda, auf der gestrigen Mitgliederversammlung die Arbeit der vergangenen 12 Monate. „Der Verein folgt in seiner Arbeit der christlichen Auffassung zur Sterbebegleitung: Sterben an der Hand, nicht durch die Hand eines Menschen ist unser Leitbild.“

Brand kritisierte das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig, das den Staat verpflichten will, in Ausnahmefällen tödliche Medikamente herauszugeben. „Der Staat kann nicht verpflichtet werden, sich an der Durchführung eines Suizids zu beteiligen, auch nicht in extremen Ausnahmefällen. Das wäre ein Bruch mit unserer Werteordnung und widerspräche allen Anstrengungen zum Lebensschutz und der Suizidprävention.“

„Unser Dank gilt vor allem den ehrenamtlichen Hospizhelfern, auch den großzügigen Spendern“, so die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Silvia Hillenbrand und Martin Hoogen. „Es gibt eine wirkliche Offenheit für die Hospizbewegung, denn jeder von uns kann einmal in einer schwierigen Lebensphase auf Unterstützung angewiesen sein.“

Durch zahlreiche Veranstaltungen und Unterstützer konnte der Verein den Ambulanten Hospizdienst der Malteser, den Kinderhospizdienst und das Stationäre St. Elisabeth-Hospiz in Fulda ideell und finanziell unterstützen.

So stand der Hospiz-Förderverein 2017 beim Tag der Regionen in Hainzell, dem GNO-Gesundheitstag oder der Seniorenwoche in Fulda Rede und Antwort. „Es gab eine gelungene Premiere unserer neuen Reihe MOMENT MAL im Palais Altenstein“, berichtetet Hoogen. In einer philosophischen Soirèe nahm sich Dr Christoph Quarch dem „erfüllten Augenblick“ an. Diese Veranstaltung war ebenso bis auf den letzten Platz gefüllt wie der Vortrag von Otto Pötter mit dem Titel „Achtsam leben lernen, bevor alles zu viel wird“.

Silvia Hillenbrand machte auf ein „besonderes Konzert“ mit „twoWell und Zdravko Zivkovic“ am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, St.Paulus-Kirche in Fulda/ Ziehers-Nord, um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) aufmerksam. „Eine lebendige Hommage an die Trauermusik verschiedener Kulturen, das wird es so schnell in der Region garantiert nicht geben“, so Hillenbrand.

„In den letzten beiden Jahren konnten 47 neue Mitglieder gewonnen werden, so dass der Hospiz-Förderverein auf 171 Mitglieder gewachsen ist. Das ist ein starker Zuwachs, den wir fortsetzen wollen“, sagte Schriftführer Manfred Schüler, die Freude über diese Entwicklung war den anwesenden Mitglieder anzusehen.
Schatzmeister Volker Hans ging in seinem Bericht auf die „gesunden Finanzen und transparente Mittelverwendung“ ein. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Der Vorstand stellte den Mitgliedern die geplanten Aktivitäten für 2018 vor, sogar schon eine Großveranstaltung für 2020. „Die Mannschaftsleistung ist großartig, die Motivation hoch – wir haben uns noch einiges vorgenommen, um für ein sensibles Thema viel Unterstützung zu aktivieren“, sagte Michael Brand abschließend.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung startete Thomas Pfeffermann, Diözesangeschäftsführer der Malteser, einen Rundgang durch das frischrenovierte Eika-Fabrikgebäude, wo seit wenigen Tagen die Malteser mit ihrem Demenzcafé, dem Hospizdienst und weiteren sozialen Diensten ihren Sitz bezogen haben. Auch der Hospiz-Förderverein LebensWert ist hier zu Hause.

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