Volles Haus beim Vortrag „Die Wahrheit in und am Krankenbett“

„Die Wahrheit in und am Krankenbett – Wie Kommunikation gelingen kann“, dieser Fachvortrag von Prof. Dr. Ernst Engelke, zu dem der Hospiz-Förderverein „LebensWert“ Fulda e.V. ins Hospizzentrum der Malteser eingeladen hatte, erfuhr so viel Zuspruch, dass der Raum zum Bersten voll war. Damit hatten die Veranstalter nicht gerechnet. So dicht, wie die Menschen saßen, so dicht waren auch die Ausführungen des Referenten, der als Theologe, Pädagoge und Wegbereiter der hospizlichen und pallivativen Bewegung gilt.

Silvia Hillenbrand, stellvertretende Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, die viele Ehrenamtlichen und Hauptamtliche aus der Hospizarbeit begrüßte, stimmte die Zuhörer auf das schwere und gleichzeitig wichtige Thema der Sterbens und der Sterbebegleitung ein.

Prof Dr. Engelke selber kündigte provokante Thesen an, „Weil die Realität“ provokant sei. So gebe es kaum einen Menschen, der sein eigenes Sterben akzeptiere, sondern bis zuletzt konkurrieren Angst und Hoffnung miteinander. Für eine gute Begleitung bedeute es, beides zuzulassen. Der Mensch am Krankenbett müsse sich mit dieser Tatsache als Grundlage für eine gelingende Kommunikation mit dem Sterbenden im Krankenbett vertraut machen. Denn immer seien die Begegnungen mit Sterbenskranken für beide eine Konfrontation mit ihren eigenen Lebenswirklichkeiten. Er riet zu großer Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, denn „die Sprache der Sterbenskranken ist eigen, kreativ, voller Bilder, Symbole, metaphorische Vergleiche und tiefgründig.“ Die Begleiter sollen DASEIN, aushalten und trösten. Das könne auch im miteinander Schweigen gelingen.

Engelke machte an unterschiedlichen Kommunikationsformen und Fallbeispielen deutlich, wie das Allgemeine und zugleich das Persönliche im Sterben beachtet und anzuwenden ist. Dabei sei die Wahrhaftigkeit das Wesentliche zu einer gelingenden Kommunikation am Kranken- und Sterbebett.

Michael Brand, Vorsitzender des Hospiz Fördervereins stellte fest, dass der Hospiz-Förderverein ein Thema aufgegriffen hätte, welches viele Menschen berühre und vor Fragen stelle. Er bedankte sich für die Antworten und den tief gehenden Vortag beim Referenten. Sein Dank galt auch den Ehrenamtlichen, die diese schwere, aber wertvolle Arbeit am Krankenbett leisteten.

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